Die Pattaya Paradiesvögel der Nacht oder Pattaya Rotlicht

Pattaya Auswandern
La dolce vita in Pattaya !?
Warum Leute sterben wollen,wenn sie Neapel gesehen haben,bleibt deren offenes Geheimnis.
Der Besucher Pattayas jedenfalls folgt wohl eher dem Lockruf des prallen Lebens.

Thailand wird oft als das Italien Südostasiens bezeichnet.Der Autor hat 10 Jahre in Thailand gelebt.
Wenn zwei formell das Gleiche tun, muss es nicht notgedrungen auch das Gleiche sein.
Pattaya ist keine italienische Stadt !

Pattaya ist eine Schimäre, ein Zerrbild unausgegorener Männerphantasien, ein Moloch,von Männern aus der Taufe gehoben,die als Täter Opfer waren in den Erbfolgekriegen des zweiten Weltkrieges, entmenschlicht ,damit sie sich besser als Brennmaterial eigneten, verheizt in einer erbarmungslosen Kriegsmaschinerie, hier ihre Henkersmahlzeit erhielten,indem man ihnen die Töchter eines arglosen Kindvolkes zum Fraß vorgeworfen hat – der Moloch Puniens als auch das Alte Testament stand Pate !


Das antike Rom grüsst seine Erben.Es waren die todgeweihten Gladiatoren der Brot-und- Spiele Post antike – heute Tittitainment genannt -,die dieser Stadt das Leben eingehaucht haben.

Morituri te salutant !
Das Faszinierende an dieser Stadt ist der Umbruch,Zeuge sein zu können,ja, Geburtshelfer sein zu dürfen an einem einzigartigen Gemeinwesen in einem unvergleichbaren Prozess,an der Metamorphose eines weltweiten Unikats,voller Kontraste,voller Widersprüche,voller Ungereimtheiten,ein Kaleidoskop von Stimmen,Farben,Formen,Eindrücken – aufregend,leidenschaftlich,vielschichtig,sinnlich !


Eine Bolita Mista aus Ländern,Völkern,Kulturen in tropischem Ambiente.Ein Facettenreichtum,in dem melancholisch zerbrechliche Morbidität einer Goldgräber Aufbruchsstimmung nicht im Wege steht.Hautgout des Verruchten nicht als Patina der Dekadenz sondern als Humus von Kreativität,als Triebfeder von Vitalität !



Ein Reiseführer glaubt zu wissen :” Das pulsierende Pattaya verkörpert den sinnlichen Urlaubsgenuss schlechthin.Seinen etwas zwielichtigen Sommer Cocktail genießen jedes Jahr über vier Millionen Besucher.Viele ziehen es daher vor, diesem grellbunten Ballermann Bangkoks,der mit einem authentischen Thailand wenig gemein hat,auszuweichen. Denn diese Stadt vibriert in einem derart dekadent-schamlosen Rhythmus,dass.........(. . . .)Das wahre Pattaya kommt erst nachts richtig in die Gänge,wenn die Go-Go Bars öffnen und die Sextouristen bevoelkern die Strassen zur Geisterstunde...........”.
Der Verfasser dieses Schmarrens will uns weiss machen,er kenne das “authentische” Thailand und vor allen Dingen das “wahre” Pattaya. Alle Achtung ! Zum Glueck fuer Pattaya verspricht er wenigstens,dieser Stadt grossraeumig auszuweichen............

Es sei an dieser Stelle daran erinnert,dass im “authentischen” Thailand Prostitution verboten ist und unter Strafe steht.
Es darf an dieser Stelle vielleicht auch einmal erwaehnt werden,dass die bildschoenen Frauen Thailands mit ihrem exotischen Charme,ihrem treffsicheren Geschmacksempfinden bei der Auswahl ihrer Garderobe sowie deren koerperbetonte Presentation auf den allabendlichen Catwalks der Bummelpisten,ihrer Offenherzigkeit und Grosszuegigkeit,ihrer kindlichen Zutraulichkeit und erotischen Toleranz sowie ihrer freundlichen Unbefangenheit und Unvoreingenommenheit massgeblich den Zauber dieses Landes bestimmen und damit einen ganz wesentlichen Bestandteil dessen Authentizitaet ausmacht.

Es ist die Zugkraft dieser Liebenswuerdigkeit,die Maennern hier das Leben versuesst und anfangs nur Durchreisende zum Bleiben zurueckhaelt.Dafuer haben diese Maedchen nicht unsere Diskriminierung und Verachtung verdient,sondern unsere Zuneigung und Bewunderung. Als Konsequenz ihrer allabendlichen Bemuehungen um kurzweilige Unterhaltung muessen sie sich hingegen den Flegeleien und Unartigkeiten einer bigotten und pharisaeerhaften Klientel aussetzen,die sie zum Dank fuer diese Zumutungen auch noch als hinterhaeltige und geldgierige Huren beschimpft.
Nein,das ist nicht fair !

Diese anmutigen Geschoepfe sind in erster Linie menschliche Wesen mit Gefuehlen,Empfindungen,Erwartungen,Traeumen,Aengsten............Sie kommen aus allen Landesteilen Siams nach Pattaya,um zu versuchen ,hier ihr Glueck zu machen oder das,was man landlaeufig dafuer haelt..Sie leben in erbaermlichen Unterkuenften am Rande des Existenzminimums,weil Schmarotzer,zum Teil in den eigenen Familien,sich an ihren Pfruenden maesten.Und das alles,damit last minute Neckermann-Touristen zum Schnaeppchenpreis ihre spiessige Praepotenz austoben koennen.
Als “Handwerkszeug “ bringen diese Maedchen eine soziologisch-psychologische,moeglicherweise genotypische,mit Sicherheit aber kulturellbedingte Permissivitaet im Umgang mit Sexualitaet mit,die speziell uns Europaeern fremd,unverstaendlich,unheimlich,vielleicht sogar ein wenig furchteinfloessend ist.
Der Autor moechte keineswegs einer naiven Sorglosigkeit die Lanze brechen,aber im Umgang mit der lokalen Libertinage reicht das Vorsichtsverhalten des gewoehnlichen Lebens.Eine Umgehungsempfehlung von Pattaya,wie sie der Reisefuehrer geradezu fordert,heisst mit Kanonen auf Spatzen schiessen !

Ein echtes Shakespeare Problem : Sex or no Sex !


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

laparoskopische Gallenblase Entfernung in Thailand

Thailand Krankenhäuser

Durian die verbotene Frucht Asiens